SteelSeries Prime+ im Test: die Maus mit zweitem Sensor

Die SteelSeries Prime+ ist eine kabelgebundene Esports-Maus mit 69 Gramm Gewicht, einem TrueMove-Pro-Sensor mit 18.000 CPI und einem zweiten Sensor, der ausschließlich die Abhebehöhe misst.
Der eingebaute OLED-Bildschirm ist die Funktion, die man auf Bildern übersieht: Über ihn lassen sich alle Einstellungen direkt an der Maus ändern, ganz ohne Software. Wir haben uns angesehen, was das im Turnierbetrieb bedeutet.
Die Daten im Überblick
| Modell | SteelSeries Prime+ |
|---|---|
| Gewicht | 69 g |
| Hauptsensor | TrueMove Pro, 18.000 CPI |
| Geschwindigkeit | 450 IPS, 50G Beschleunigung |
| Zweiter Sensor | Lift-off-Sensor, 0,5 bis 2 mm einstellbar |
| Schalter | Prestige Optical Magnetic, 100 Millionen Klicks |
| Anzeige | eingebauter OLED-Bildschirm für alle Einstellungen |
| Form | ergonomisch rechtshändig, für Claw- und Fingertip-Griff |
Werte nach den Angaben von SteelSeries.
Der zweite Sensor ist der eigentliche Grund für diese Maus
Wer mit niedriger Empfindlichkeit spielt, fährt große Bögen und muss die Maus dabei immer wieder anheben und in der Mitte des Pads neu absetzen. In diesem Moment darf der Sensor nicht mehr messen, sonst wandert das Fadenkreuz beim Hochnehmen mit. Die Höhe, ab der er abschaltet, heißt Lift-off-Distance.
Die meisten Mäuse schätzen diesen Punkt über den Hauptsensor. Die Prime+ misst ihn mit einem eigenen Sensor und lässt ihn zwischen 0,5 und 2 Millimetern einstellen. Wie sich Bauformen und Sensoren sonst unterscheiden, steht im Überblick der Gaming-Mäuse.
69 Gramm sind leicht, aber nicht extrem leicht
Der Trend geht zu Mäusen unter 60 Gramm, oft mit Löchern im Gehäuse. Die Prime+ bleibt geschlossen und wiegt entsprechend etwas mehr. Der Unterschied ist im Handgelenk über eine lange Sitzung spürbar, aber eine geschlossene Oberfläche nimmt keinen Schweiß auf und lässt sich abwischen. Das ist der Tausch, den SteelSeries hier macht.
Optisch-magnetische Schalter statt mechanischer
Ein klassischer Mausschalter ist ein Metallblättchen, das nach einigen Millionen Klicks nachgibt. Dann prellt der Kontakt, und aus einem Klick werden zwei. Die Prestige-OM-Schalter kombinieren einen optischen Auslöser mit einer magnetischen Rückstellung, wodurch dieser Verschleiß praktisch entfällt. SteelSeries gibt sie mit 100 Millionen Klicks an.
Wo sie an Grenzen kommt
Dafür
- Separater Lift-off-Sensor, 0,5 bis 2 mm
- OLED-Bildschirm, alle Einstellungen ohne Software
- Optisch-magnetische Schalter für 100 Millionen Klicks
- 69 g bei geschlossenem Gehäuse
- Abnehmbares Kabel
Dagegen
- Nur rechtshändig
- Wenige Tasten, kein MMO-Layout
- Kabelgebunden
- Schwerer als extrem leichte Wettbewerber
- Auf Claw- und Fingertip-Griff ausgelegt
Der Griffstil ist der Punkt, der vor dem Kauf zählt. Wer die Maus mit der ganzen Handfläche auflegt, findet hier weniger Auflagefläche als bei breiter gebauten Modellen. Für Claw- und Fingertip-Griff ist die Form dagegen genau dafür entworfen worden.
Passt sie zu deinem Spiel?
Ja, wenn
- hauptsächlich Shooter gespielt werden
- mit niedriger Empfindlichkeit und großen Bewegungen gezielt wird
- Einstellungen ohne Software gefragt sind
- die Maus rechtshändig geführt wird
Nein, wenn
- viele Zusatztasten gebraucht werden
- kabellos gespielt werden soll
- der Palm-Griff bevorzugt wird
- links gemaust wird
Für MMOs mit vielen Fähigkeiten auf Tastenkombinationen ist eine Maus mit Daumenblock die bessere Wahl. Die Prime+ verzichtet bewusst auf alles, was in einem Shooter nicht gebraucht wird.
Drei Alternativen, die sich lohnen zu vergleichen
Wenn es kabellos sein soll: Logitech G Pro X Superlight 2
Der Maßstab unter den leichten kabellosen Mäusen, mit sehr langer Laufzeit und noch geringerem Gewicht. Dafür ohne Bildschirm und ohne separaten Lift-off-Sensor.
Wenn die Form ergonomischer sein soll: Razer DeathAdder V3 HyperSpeed
Die DeathAdder-Form ist seit Jahren der Standard für den Palm-Griff. Kabellos und trotzdem leicht, mit deutlich mehr Auflagefläche für die Handfläche.
Wenn es günstiger sein soll: SteelSeries Rival 3 Gen 2
Dieselbe Herstellerphilosophie zum Einstiegspreis, mit 8.500 DPI und 60 Millionen Klicks Schalterlebensdauer. Für alle, die den Sprung vom Bürogerät machen wollen.
