SteelSeries Arctis Nova 7 im Test: zwei Funkstrecken gleichzeitig
Das SteelSeries Arctis Nova 7 ist ein kabelloses Gaming-Headset mit 38 Stunden Akkulaufzeit, das gleichzeitig über einen 2,4-GHz-Funkempfänger und über Bluetooth verbunden sein kann.
Genau dieses Doppelfunk ist die Funktion, die den Alltag verändert: Spielton vom Rechner oder der Konsole, Sprachanruf vom Handy, beides auf denselben Ohren, ohne umzustecken. Wir haben uns angesehen, was das Headset sonst mitbringt.
Die Daten im Überblick
| Modell | SteelSeries Arctis Nova 7 |
|---|---|
| Treiber | Neodym |
| Funk | Dual Wireless: 2,4 GHz über USB-C-Dongle und Bluetooth gleichzeitig |
| Lieferumfang | USB-A-Adapter enthalten |
| Akkulaufzeit | 38 Stunden |
| Schnellladung | 15 Minuten für 6 Stunden |
| Mikrofon | ClearCast Gen 2 AI, senkt Hintergrundgeräusche um bis zu 25 dB |
| Klang | 360-Grad-Raumklang, kompatibel mit 3D Tempest Audio |
| Bügel und Polster | PVD-beschichteter Stahl, AirWeave Memory Foam, ComfortMAX mit 4 Einstellpunkten |
Werte nach den Angaben von SteelSeries.
Warum zwei Funkstrecken gleichzeitig der eigentliche Kaufgrund sind
Die meisten kabellosen Headsets können beides, aber nacheinander. Man verbindet sich mit dem Rechner oder mit dem Handy, und der Wechsel dauert. Beim Nova 7 laufen beide Verbindungen parallel: Der Spielton kommt über den 2,4-GHz-Empfänger, der ohne Verzögerung arbeitet, das Handy hängt gleichzeitig über Bluetooth daran. Ein Anruf mitten in der Runde landet einfach mit auf den Ohren.
Für Gruppenspiele mit Sprachchat auf dem Handy ist das der praktische Unterschied. Welche kabellosen Modelle es sonst gibt, steht im Überblick der kabellosen Gaming-Headsets.
Der USB-C-Empfänger passt an mehr Geräte als ein USB-A-Stick
Der Dongle steckt in USB-C, und ein Adapter auf USB-A liegt bei. Damit funktioniert er am Rechner, an der Konsole, am Handy und am Handheld, ohne dass ein zweiter Empfänger nötig wäre. Wer zwischen mehreren Geräten wechselt, spart sich genau die Sucherei, für die es sonst eine Schublade voller Adapter braucht.
25 Dezibel weniger Hintergrund: was das Mikrofon leistet
Das ClearCast Gen 2 arbeitet mit einer Geräuschunterdrückung, die laut Hersteller bis zu 25 Dezibel Hintergrundgeräusch herausnimmt. Zur Einordnung: Das ist ungefähr der Abstand zwischen einem deutlich hörbaren Rechnerlüfter und Stille. Für Sprachchat in einem Zimmer mit Lüftern, Tastatur und offenem Fenster ist das der Unterschied zwischen erträglich und störend.
Wo es an Grenzen kommt
Dafür
- 2,4 GHz und Bluetooth gleichzeitig
- 38 Stunden Akku, Schnellladung 15 Minuten für 6 Stunden
- USB-C-Empfänger mit USB-A-Adapter
- Stahlbügel mit PVD-Beschichtung
- Bis zu 14 Prozent leichter als die Vorgängergenerationen
Dagegen
- Keine aktive Geräuschunterdrückung fürs Hören
- Der Dongle muss mitgenommen werden
- Ohne Software kein eigenes Klangprofil
- Mikrofon fährt in den Bügel, nicht abnehmbar
- Bluetooth allein hat mehr Verzögerung als der 2,4-GHz-Funk
Die Verzögerung ist der Punkt, an dem die beiden Funkwege sich unterscheiden. Über den Dongle ist sie so gering, dass sie im Spiel nicht auffällt. Über Bluetooth allein ist sie hörbar, weshalb dieser Weg für Sprache gedacht ist und nicht für den Spielton.
Passt es zu deinem Aufbau?
Ja, wenn
- am Rechner gespielt und nebenbei telefoniert wird
- zwischen mehreren Geräten gewechselt wird
- lange Sitzungen ohne Nachladen möglich sein sollen
- ein leichtes Headset gewünscht ist
Nein, wenn
- aktive Geräuschunterdrückung erwartet wird
- ein abnehmbares Mikrofon gebraucht wird
- ausschließlich per Kabel gespielt wird
- keine Zusatzsoftware installiert werden soll
Wer im Zug oder im Großraumbüro Ruhe braucht, greift eher zu einem Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung. Das Nova 7 dämmt passiv über die Polster, mehr nicht. Am Schreibtisch reicht das, unterwegs nicht.
Drei Alternativen, die sich lohnen zu vergleichen
Wenn es die neue Generation sein soll: Arctis Nova 7 Gen 2
Der direkte Nachfolger mit derselben Doppelfunk-Idee, in Details überarbeitet. Die Wahl, wenn der Aufpreis für die aktuelle Baureihe in Ordnung ist.
Wenn das Mikrofon im Vordergrund steht: Logitech G Pro X 2
Das Headset aus dem Wettkampfumfeld mit Graphene-Treibern und einem Mikrofon, das für Sprachchat abgestimmt ist. Etwas schwerer, dafür sehr robust gebaut.
Wenn es günstiger sein soll: HyperX Cloud III S Wireless
Die Cloud-Reihe ist seit Jahren für ihre Polster bekannt und liegt preislich darunter. Kabellos, mit langer Laufzeit, aber ohne gleichzeitiges Bluetooth.

